Rehfelder Heimatfreunde erkunden slawischen Ringwall

23.10.2017
Vorschaubild : Rehfelder Heimatfreunde erkunden slawischen Ringwall

(HeG) Ein Forschungsthema, mit dem sich die Heimatfreunde Rehfelde ständig beschäftigen, ist die Besiedlungsgeschichte des Barnims. Schon in den zurückliegenden Jahren hatte man sich deshalb auch mit den in der Region bisher entdeckten slawischen Ringwällen befasst. So wurden die Standorte der slawischen Besiedlungen aus dem 7.bis 15. Jahrhundert in Waldsieversdorf, Garzin und in Strausberg Spitzmühle erkundet. In einer Broschüre der Lokalen Agenda Petershagen-Eggersdorf mit dem Titel: „Zu Fuß und mit dem Rad durch die Eiszeitrinne – Gamengrund Tour“ wurde man neulich, unter dem Artikel von Andreas Lüders „Leben am Heubach“, erneut fündig. Dort wird beschrieben, dass es im Forstjagen 57 des Altlandsberger Forst einen gut erhaltenen slawischen Ringwall geben soll. Am vergangenen Freitag machte sich eine Gruppe der Rehfelder Heimatfreunde auf den Weg, ausgerüstet mit reichlich Kartenmaterial und Kompass, um diesen Ort der slawischen Besiedlung aufzusuchen. Das Wetter hatte für diese Exklusion gut gepasst. Es war vermutlich der letzte goldene Oktobertag in diesem Jahr. Begleitet von kreisenden, trompetenden und sich sammelnden Schwärmen von Kranichen betraten die Natur- und Heimatforscher das Naturschutzgebiet „Fredersdorfer Mühlenfließ “. Unterwegs stellten man sich aber plötzlich die Frage, welcher Ringwall den eigentlich in der  Broschüre gemeint sein könnte. Denn vom Strausberger Historiker, Dr. Rolf Barthel, hatte man gehört, dass es in  diesem Gebiet zwei Ringwälle geben soll. Einer der Heimatfreunde hatte in Vorbereitung dieser Exkursion im Georelief des Brandenburgviewer, ein Internetportal zur Nutzung von amtlichen elektronischen Geodaten, diesen zweiten Wall entdeckt. Tatsächlich wurde dieser, bisher nicht bekannte Standort, gefunden. Nun war die Freude groß. Dieser zweite Besiedlungsstelle im Jagen 57 scheint den Heimatforschern in Petershagen-Eggersdorf nicht bekannt gewesen sein, denn sonst hätten sie ihn in ihrer Broschüre mit erwähnt. Die Rehfelder Heimatfreunde haben, mit ihrer Entdeckung, zu einer Bereicherung der Besiedlungsgeschichte in dieser Region beigetragen. Ein ausführlicher Bericht, über diese Exkursion, wird demnächst auf der Internetseite der Heimatstube Rehfelde www. rehfelder-heimatstube.de unter dem Quermenü Forschung-Chroniken zu lesen sein.